__Für Angehörige
Ich biete Beratung und Begleitung für Angehörige schwer erkrankter Menschen.
Wenn Menschen zu mir kommen, befinden sie sich oft in einer Situation, die nicht einfach „gelöst“ werden kann.
Eine schwere Erkrankung eines nahestehenden Menschen bedeutet oft Erschöpfung, Überforderung, innere Zerrissenheit, das Gefühl, den Boden unter den Füßen zu verlieren, Verlust. Man funktioniert vielleicht noch – aber innerlich ist vieles instabil geworden.
In solchen Situationen geht es häufig nicht zuerst um schnelle Lösungen oder Optimierung.
Es geht darum, wieder einen tragfähigen Zugang zur eigenen Situation zu finden.
Hierfür biete ich einen begleitenden Raum für Klärung, Wahrnehmung, Mitgefühl und Tragfähigkeit in schwierigen Lebenssituationen.
Worum es in meinen Gesprächen geht
Viele Angehörige erleben, dass Gedanken kreisen, Gefühle überwältigend oder abgeschnitten wirken, der Körper unter dauerhafter Spannung steht, Entscheidungen unmöglich erscheinen oder die eigene Wirklichkeit fremd geworden ist.
Gemeinsam versuchen wir nicht, etwas „wegzumachen“, sondern besser zu verstehen: Was ist hier eigentlich der Fall? Was wirkt gerade auf Sie? Was trägt noch? Was ist erschöpft? Was braucht Halt? Und wie kann man in einer schwierigen Wirklichkeit bleiben, ohne innerlich zu zerbrechen?
Dabei arbeite ich nicht mit starren Methoden oder fertigen Lösungen.
Ich begleite Menschen vielmehr dabei, wieder in einen tragfähigen Kontakt mit sich selbst, ihrem Körper, ihrer Situation und ihrer eigenen Wahrnehmung zu kommen.
Gehgespräche in der Natur
Mein bevorzugtes Format sind Gehgespräche in der Natur. Manchmal ist es hilfreich, nicht nur im Sitzen zu sprechen. Beim gemeinsamen Gehen entsteht oft mehr Ruhe, Weite und Beweglichkeit – innerlich wie äußerlich.
Was Sie bei mir erwarten können
- Einen Raum ohne vorschnelle Bewertungen
Sie müssen nichts leisten, nichts „richtig machen“ und keine bestimmte Version Ihrer selbst präsentieren. Auch widersprüchliche Gefühle, Erschöpfung, Wut, Schuld, Angst oder Orientierungslosigkeit dürfen da sein.
Im Mittelpunkt steht nicht Diagnostik oder Optimierung, sondern die Frage:
Wie kann man auch in schwierigen oder instabilen Situationen wieder Tragfähigkeit finden?
- Existenzielle Klärung
Nicht abstrakt, sondern als Hilfe, die eigene Situation klarer zu sehen. Oft entsteht Entlastung, wenn die eigene Wahrnehmung und das eigene Erleben durch ein Gegenüber wieder einen ruhigen Raum bekommen und Zusammenhänge verstehbar werden.
- Mitgefühl und menschliche Präsenz
Nicht als Technik, sondern als Haltung. Gerade in schweren Situationen kann es entscheidend sein, dass jemand da ist, ohne sofort einzugreifen oder etwas reparieren zu wollen.
- Unterstützung der körperlich-nervlichen Regulation
Stress, Angst und Überforderung zeigen sich immer auch körperlich. Deshalb beziehen wir Atmung, Wahrnehmung und kleine Regulationsimpulse im Rahmen der Gehgespräche mit ein.